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21. Oktober 2018

Sicherheitstipp des Monats: Auch mindergiftig ist für Kinder giftig

Jährlich müssen rund 2.000 Kinder nach einem Vergiftungsunfall in einem österreichischen Spital behandelt werden. 75 Prozent der betroffenen Kinder sind höchstens drei Jahre alt. Kleinkinder erforschen ihre Umwelt hauptsächlich mit dem Mund. Ihr Geschmacksinn ist noch nicht voll entwickelt, daher merken sie oft erst zu spät, dass sie etwas geschluckt haben, das ihnen nicht bekommt. (Schluckreflex). Kinder vergiften sich durch vor allem durch Medikamente (32 %), Zigaretten (13 %) und äztenden Stoffen (7 %). Kinder unter 4 Jahren können Warnhinweise nicht verstehen und nicht unterscheiden, was essbar ist und was nicht.



  • Haushaltschemikalien und Medikamente nach Gebrauch immer sofort wegräumen und für Ihr Kind unerreichbar in einem hohen, versperrten Schrank aufbewahren.
  • Bewahren Sie Chemikalien nur in der Originalpackung auf. Füllen Sie keine Reinigungsmittel in Limonadenflaschen um, das führt immer wieder zu Verwechslungen und Verätzungen.
  • Bunte Pillen sehen Zuckerln zum Verwechseln ähnlich. Nehmen Sie Tabletten nicht vor dem Kind ein, da es Sie sonst nachahmen möchte. Auch Alkohol wird von Kindern immer wieder getrunken, weil sie es bei Erwachsenen sehen. Ein Kleinkind kann bereits an 0,3 Liter Wein sterben.
  • Lassen Sie keine Zigaretten herumliegen und entfernen Sie volle Aschenbecher. Der Nikotingehalt einer Zigarette kann für ein Kleinkind tödlich sein.
  • Verlassen Sie sich auch nicht auf kindersichere Verschlüsse. Kinder bekommen fast alles auf, wenn sie genug Zeit haben. Das gilt auch für Handtaschen. Selbst ein 2jähriges Kind kann eine Handtasche leicht öffnen und in den „Schätzen“ wühlen, sie sich darin verbergen. Bewahren Sie Ihre Handtasche daher an einem kindersicheren Ort auf.
  • Gifte, die man in der Werkstatt oder in der Landwirtschaft verwendet, gehören selbstverständlich auch außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt.
  • Einige Pflanzen in Zimmer und Garten sind giftig. Am besten ist es, solche Pflanzen aus Wohnung und Garten zu entfernen.

Sollte dennoch etwas passieren, rufen Sie umgehend die Vergiftungs-Informationszentrale  01/406 43 43, denn sogenannte „Hausmittel“ schaden oft mehr als sie nützen.


Foto: Christian Daum  / pixelio.de




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